Novartis Trileptal

 
 
 

Medikamente verhindern epileptische Anfälle

Die Medikamente verhindern epileptische Anfälle im Gehirn, sie können die Ursache einer Epilepsie nicht beseitigen

 
Nach einer Tabletteneinnahme gelangt die Tablette in den Darm. Dort wird der Wirkstoff langsam freigesetzt und gelangt ins Blut. Mit dem Blutkreislauf wird er im Körper verteilt, erreicht das Gehirn und kann dort Anfälle verhindern. Die Menge des Wirkstoffs, die für die Verhinderung der Anfälle benötigt wird, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Entscheidend für die Stärke der Wirkung des Medikamentes ist nicht die Zahl der eingenommenen Tabletten, sondern die Menge des Wirkstoffs im Körper. Die genaue Menge des Wirkstoffs im Körper kann nur durch eine Blutabnahme mit Bestimmung des Medikamentenspiegels (Blutspiegel) festgestellt werden.
 

Wirkstoffe beeinflussen die Nervenzellen auf verschiedene Weise.

Anfälle werden durch epileptische Spannungsimpulse (rot markiert) ausgelöst.
Wie diese Impulse entstehen, das ist nur zum Teil bekannt. Dabei spielen Kanäle in der Wand der Nervenzellen eine besondere Rolle. Vor allem Kanäle, die Calcium in die Zellen strömen lassen, sind bei Anfällen verändert.
Einige Wirkstoffe verhindern die Entstehung der Impulse.
Ein Teil der Stoffe verschliesst die Calciumkanäle, ein anderer Teil verhindert die Öffnung der Kanäle. Dadurch verschwinden die epileptischen Spannungsimpulse und damit die Anfälle.
 
 
 
Nervenzellen sind gleichzeitig epileptisch aktiv.
Das linke Bild zeigt drei Nervenzellen, die bei ihrer epileptischen Aktivität Substanzen an die benachbarten Zellen abgeben. Die benachbarten Zellen werden dadurch aktiviert und bilden auch epileptische Aktivität. Ein Anfall entwickelt sich.
Vor der Medikamentenwirkung
Wirkstoffe können die Gleichzeitigkeit verhindern.
Wenn die drei Zellen im linken Bild weniger oder keine Substanzen freisetzen, können die benachbarten Zellen nicht erreicht werden. Der Anfall kann sich nicht entwickeln.
Während der Medikamentenwirkung
 
Ein epileptischer Fokus ist von einem Hemmungssaum umgeben.
Die epileptisch aktiven Zellen, aus denen der Fokus (Herd, rot markiert) besteht, sind gleichzeitig aktiv. Die hohe Aktivität im Herd führt dazu, dass in der Umgebung Hemmung entsteht (blau markiert). Diese Hemmung kann dazu beitragen, dass die epileptische Aktivität innerhalb des Fokus bleibt. Wenn die Hemmung schwächer wird, kann die epileptische Aktivität ausbrechen und damit einen Anfall auslösen.
Vor der Medikamentenwirkung
Wirkstoffe können den Hemmungssaum verstärken.
Sie verhindern dadurch eine Ausbreitung der epileptischen Aktivität in die Umgebung. Die Hemmung ist so lange verstärkt, wie der Wirkstoff im Körper ist. Wenn der Wirkstoff verschwindet, dann verschwindet auch der Schutz vor Anfällen.
Nach der Medikamentenwirkung
In vielen Fällen ist der genaue Wirkungsmechanismus eines Wirkstoffs nicht bekannt. Man kennt zwar viele Wirkungen von jedem einzelnen Wirkstoff, welche von diesen Wirkungen oder Kombinationen von Wirkungen bei einem bestimmten Menschen aber die Anfälle unterdrückt, ist nicht bekannt und kann auch nicht festgestellt werden.
 
Medikamente wirken gezielt gegen Anfälle. Sie sind keine Beruhigungsmittel.
 
 
 

 
Novartis

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