Die Beobachtung und Beschreibung eines Anfalls sind unverzichtbar.
| Ohne die genaue Beobachtung und Beschreibung eines Anfalls ist eine Epilepsie nicht sicher festzustellen. In dem ersten Gespräch lässt sich der Arzt deshalb alle Einzelheiten eines Anfalls schildern. Dabei sind sowohl die Angaben des Betroffenen wichtig (beispielsweise was er zu Beginn eines Anfalls gespürt hat), als auch die Beobachtungen von Angehörigen und Augenzeugen. Die Beschreibung eines Anfalls ermöglicht seine Einordnung ("Klassifizierung") und die Abgrenzung gegen Anfälle, die nicht auf einer Epilepsie beruhen (z.B. Ohnmachtsanfälle). Die Klassifizierung gibt wichtige Hinweise für die Behandlung. |
![]() ohne Anfall
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| Die Bilderserie zeigt einen psychomotorischen Anfall, bei dem das Bewusstsein umdämmert ist. Bei solchen Anfällen treten merkwürdige sinnlose Handlungen auf, wie beispielsweise Herumnesteln an der Kleidung oder Schmatzbewegungen oder Lachen ohne erkennbaren Grund. Dieser Anfallstyp beginnt oft mit einem Vorgefühl (Aura, beispielsweise einem komischen Gefühl im Bauch). Am Ende des Anfalls kommt das Bewusstsein langsam zurück. | ![]() |
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![]() während des Anfalls |
Zur genauen Feststellung der Art einer Epilepsie sind untersuchungen mit Apparaten notwendig.
Elektroencephalogramm (EEG)
| Äußerungen der Hirnfunktion kann man mit dem EEG aufzeichnen. Bei einem Anfall gibt es Kurvenveränderungen (rot markiert) die für einen Anfall typisch sind. Auch wenn kein Anfall stattfindet, kann man im EEG Veränderungen finden, die auf eine Epilepsie hinweisen. Ein normales EEG schließt allerdings eine Epilepsie nicht aus. | ![]() |
Magnetresonanztomogramm (MRT)
Aus der Beschreibung der Anfälle und den EEG-Untersuchungen ergeben sich Vermutungen über den Teil des Gehirns, in dem die Anfälle stattfinden. Es geht dann um die Frage, ob es an dem vermuteten Ort Gewebeveränderungen gibt, die für die Anfälle verantwortlich sein können. Dies kann man am Besten mit der Magnetresonanztomografie herausfinden. Sie stellt Schnittbilder des Gehirns her.

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Bild 1: normale Strukturen
Es ist eine Ebene dargestellt, die senkrecht hinter der Stirn liegt. An den Seiten sind die Ohren zu sehen. Der helle, dünne, obere Rand ist die Kopfhaut. Das Gehirn ist als helle Struktur, die von der Kopfhaut umgeben ist, zu sehen.
Bild 2: Zellenuntergänge im Gehirn
Der gelbe Pfeil zeigt auf den Hippocampus, der heller und kleiner ist als der Hippocampus auf der anderen Seite (grüner Pfeil). Diese Region ist bei Epilepsien oft betroffen. Psychomotorische Anfälle können hier beginnen.
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Bild 3: gutartiger Tumor
Der Tumor (Pfeil) ist etwas heller als das umgebende gesunde Gehirngewebe. In der Umgebung eines Tumors können Anfälle entstehen, die verschwinden, wenn der Tumor durch eine Operation entfernt wird.
Bild 4: Fehlbildungen im Gehirn
Das Bild zeigt eine horizontale Ebene durch das Gehirn. Der Pfeil markiert eine hellere Region in der Hirnrinde. Es handelt sich um eine Fehlbildung, die bereits im Mutterleib entstanden ist. In seiner Umgebung können Anfälle entstehen.
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