Novartis Trileptal

 
 
 

Warum müssen Medikamente regelmäßig eingenommen werden?

Eine einzelne Tablette schützt nur für kurze Zeit gegen Anfälle.

 
 
Die Abbildung zeigt, wie die Anfallsbereitschaft des Gehirns (rot) bei einmaliger Tabletteneinnahme nur eine kurze Zeit durch den Wirkstoff des Medikamentes (blau) unterdrückt wird. In dem Beispiel liegt der volle Schutz 12 Stunden nach der Tabletteneinnahme vor. Die Wirkung beginnt längere Zeit nach der Tabletteneinnahme, weil der Wirkstoff nur langsam vom Körper aufgenommen wird. Später geht dann der Schutz verloren, weil der Wirkstoff abgebaut und ausgeschieden wird.
 

Ein Schutz gegen Anfälle ist nur möglich, wenn die Medikamente regelmäßig eingenommen werden.

 
 
Bei regelmäßiger Einnahme der Tabletten (im Beispiel täglich 2 Tabletten) wird dem Körper die Menge an Wirkstoff zugeführt, die vom Körper täglich abgebaut und ausgeschieden wird. Dadurch bleibt die Wirkstoffmenge (blau) im Gehirn gleich. Wird die Tabletteneinnahme vergessen, oder gelangt der Wirkstoff aus einem anderen Grund nicht in die Blutbahn (Erbrechen, Durchfall), so steigt die Gefahr von Anfällen (rot), wie an Tag 3 und 4 in der Abbildung. Vergessene Tabletten sollten daher nachträglich eingenommen werden.
 
Weil Anfälle unvorhersehbar auftreten, muss man sich dauerhaft schützen.
 

Zu Beginn einer Behandlung mit Medikamenten ist der Erfolg nicht sicher vorhersehbar.


Welches ist der richtige Wirkstoff?
Man weiß aus langer Erfahrung, welcher Wirkstoff bei welcher Epilepsie besonders wirksam ist. Ob jedoch ein Wirkstoff beim einzelnen Anfallskranken hilft, ist nicht genau abzuschätzen. Bei manchen Epilepsieformen wird nur ein Drittel bis die Hälfte aller Anfallskranken mit dem ersten Wirkstoff anfallsfrei.
Bei einigen Menschen muss mit zwei oder mehreren Medikamenten gleichzeitig versucht werden, die Anfälle zu unterdrücken. Es kann sich auch zeigen, dass die Anfälle mit Medikamenten nicht unterdrückbar sind. Dann muss überlegt werden, ob andere Maßnahmen (beispielsweise eine Operation) helfen können.
 
Was ist die richtige Menge des Wirkstoffs?
Je größer die Wirkstoffmenge im Körper ist, desto besser ist die Wirkung gegen Anfälle. Andererseits steigt mit der Wirkstoffmenge auch das Risiko der Nebenwirkungen an. Es kommt daher darauf an, die geringste Medikamentenmenge herauszufinden, die die Anfälle vollständig verhindert.
 
Auswahl an Wirkstoffen gegen Anfälle:
  • Carbamazepin
  • Ethosuximid
  • Gabapentin
  • Lamotrigin
  • Levetiracetam
  • Oxcarbazepin
  • Phenytoin
  • Phenobarbital
  • Pregabalin
  • Primidon
  • Sultiam
  • Tiagabin
  • Topiramat
  • Valproat
  • Vigabatrin
 

Für die Beurteilung der Wirksamkeit ist ein Anfallskalender sehr hilfreich.

 
 
Die einzelnen Säulen geben an, wieviele Anfälle im Monat bei einem Patienten auftraten (Anfallskalender). In den 9 Monaten vor Beginn der Behandlung mit einem Medikament traten in jedem Monat etwa 15 Anfälle auf. Nach Behandlungsbeginn sank die Zahl auf ca. 7 Anfälle. Nach einer Erhöhung der Menge wurde der Patient anfallsfrei. Durch Unregelmäßigkeiten in der Tabletteneinnahme traten im 24. Monat wieder Anfälle auf.
 
Die Suche nach der richtigen Behandlung kann manchmal Monate dauern.
 
 
 
 

 
Novartis

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