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Erste Hilfe bei einem Krampfanfall

Hilfsmaßnahmen sind einfach.

Ruhe bewahren. Übereifer und Panik schaden nur.
Ein einzelner Anfall ist nicht gefährlich. Er hört von selbst auf. Man sollte nicht versuchen den Anfall zu unterbrechen.
Während des Anfalls sollte man Gefahren (z.B. Werkzeug, Möbel) beseitigen.
Nach dem Anfall sollte man den Betroffenen beim Wachwerden nicht alleine lassen.
Ein Arzt muß angerufen werden, wenn der Anfall länger als 5 bis 10 Minuten dauert (Status epilepticus) oder wenn ein weiterer Anfall auftritt, obwohl der Betroffene sich nicht vom ersten Anfall erholt hat.
 
Der unmittelbare Anfallsverlauf ist von außen nicht beeinflußbar. Versuche, krampfende Gliedmaßen festzuhalten oder die Zähne auseinanderzubringen, führen häufig zu Verletzungen des Betroffenen und des Helfers. Sie sind zu unterlassen. Eine ruhige und genaue Beobachtung des Anfalles kann für spätere Behandlungsschritte wichtig sein.
 
Während des Anfalles sollte der Betroffene aus Gefahrenbereichen (z.B. Straßenverkehr) gebracht und der Körper vor Verletzungen geschützt werden, z.B. durch eine Unterlage unter den Kopf.
Nach dem Anfall: Wenn der Betroffene schläft, sollte man ihn in eine Seitenlage bringen (Speichelabfluß möglich) und die Kleidung am Hals lockern. Kommt er wieder zu sich, so besteht häufig eine Verwirrtheit. Diese ist nicht immer sofort zu erkennen. Sprechen Sie den Betroffenen freundlich und beruhigend an, sagen Sie ihm ihre Hilfsbereitschaft zu und fragen ihn nach seinen Wünschen. Die Verwirrtheit geht meist innerhalb weniger Minuten zurück.
Gefahr droht nur, wenn ein Anfall länger als 5 bis 10 Minuten dauert oder sich mehrere Anfälle hintereinander reihen. Dann ist ein Arzt zu rufen. Gleiches gilt, wenn sich der Betroffene im Anfall schwerer verletzt hat.
 
Ein Krampfanfall wirkt bedrohlich, ist aber nicht gefährlich.
 
 

 
Novartis

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