Das Gehirn erhält Signale aus der Umwelt und antwortet darauf.
| Die Signale aus der Umwelt werden von den Sinnesorganen aufgenommen und in Serien von kurzen Spannungsimpulsen umgeformt. Über Nervenbahnen werden die Impulse in das Gehirn geleitet (1). Im Gehirn wird daraus die Außenwelt abgebildet. Über Spannungsimpulse, die das Gehirn aussendet (2), ist der Mensch z.B. in der Lage, sich zu bewegen und damit auf die Umwelt zu reagieren. |
Die Impulse vieler Nervenzellen bilden die EEG-Wellen.
Wenn viele Nervenzellen viele Impulse bilden, geht die EEG-Welle nach oben. Die Impulse der abgebildeten Zelle sind typisch für den Zellverband.
Die EEG-Untersuchung ist völlig harmlos und schmerzfrei.
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Kleine Metallplatten, die auf die Kopfhaut gesetzt werden, nehmen die EEG-Wellen auf. Auf einem Computermonitor können die Wellen dann betrachtet werden. Die Wellen geben einen Eindruck von der Aktivität des Gehirns. Das EEG kann keine Gedanken lesen. Für eine EEG-Aufzeichnung werden Metallplättchen auf die Kopfhaut gelegt und von Gummibändern gehalten. Die Spannungsimpulse an der Kopfoberfläche sind sehr schwach, so dass EEG-Aufzeichnungen sehr störanfällig sind und man während der Registrierung ruhig sitzen oder liegen muss.
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Typische Änderungen der EEG-Wellen treten beim Öffnen der Augen auf.
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Beim Öffnen der Augen verschwinden die sogenannten alpha-Wellen. Die Kurven werden flacher. |
Langsame Wellen im Bereich eines Arterienverschlusses (Schlaganfall)
Es ist das EEG eines Patienten zu sehen, bei dem eine plötzliche Lähmung einer Körperhälfte in Folge eines Arterien-
verschlusses auftrat. Das EEG aus dem Bereich des Verschlusses (obere Kurve) zeigt langsame und hohe Wellen.
Langsame Wellen unterschiedlicher Frequenz bei einer Entzündung des Gehirns
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Der 10-jährige Patient wurde bewusstlos ins Krankenhaus eingeliefert. Alle Ableitungsorte zeigten langsame Wellen unterschiedlicher Frequenz. Es wurde eine Entzündung des Gehirns festgestellt. |
Gruppen langsamer Wellen im Bereich einer Blutung (Schlaganfall)
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Der Patient litt an plötzlich einsetzenden heftigen Kopfschmerzen. Es wurde eine Blutung im Gehirn festgestellt. Das EEG zeigt im Bereich der Blutung langsame Wellen (obere Kurve). |
Hohe und spitze Ausschläge ("Spikes") bei einer fokalen Epilepsie
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Der 18-jährige Patient hatte mit 4 Jahren seinen ersten Anfall, war dann 10 Jahre lang anfallsfrei und hat nun wieder Anfälle. EEG-Ableitungen während des Schlafes zeigen hohe und spitze Ausschläge in dem epileptisch aktiven Bereich (rot markiert).
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Spitzen und Wellen bei einem generalisierten Anfall
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Der Patient hatte im 5. Lebensjahr kurze Bewusstseinspausen (Absencen). Während der Absencen sah man im EEG für wenige Sekunden die (rot markierten) Spitzen und Wellen, die in allen Regionen der Hirnrinde gleichzeitig erschienen. Der Patient nimmt Medikamente ein und ist anfallsfrei. |
EEG-Kurven und Fallbeschreibungen nach: M. Ebe und I. Homma; Leitfaden für die EEG-Praxis, Fischer Verlag, Stuttgart, 1992